Letzthin bin ich in meinem Fotoarchiv auf einige ältere Bilder von einem Urlaub in Österreich gestossen. Die Fotos stammen aus der Zeit, in der ich langsam von der Dia- auf die Digitalfotografie umgestiegen bin, also aus dem Jahr 2002. Damals schleppte ich auf vielen Touren und Reisen noch zwei Kameras mit, weil ich der digitalen Technik nicht so richtig traute 🙂 … So auch auf dieser Tageswanderung am Grundlsee, die ich hier in der Kategorie „Fotowanderungen“ vorstelle.

Am Ufer des Grundlsees
Am Ufer des Grundlsees (Scan vom Dia)
Ausblick zum Dachstein
Ausblick zum Dachstein beim Aufstieg

Während einer kleinen Reise durch das Salzkammergut im Oktober 2002 machten wir unter anderem für zwei Nächte in der Ortschaft Gößl am Grundlsee Halt. Dieser See liegt am Südende des Toten Gebirges. Dieser unwirtliche Name rührt wohl – wie derjenige des unmittelbar benachbarten Gebirges Steinernes Meer – von der äusserst kargen, karstigen Landschaft her. Zu dritt starteten wir von Gößl aus, wo wir gerade die Auflösung des Morgennebels über dem See erlebten, und nahmen den anstrengenden Aufstieg zum Vorderen Lahngangsee in Angriff, was immerhin schon über 700 Meter Höhendifferenz bedeutete. Von dort führte der Weg weiter zur Elmgrube, dem Fuss des imposanten, felsigen Salzofen entlang.

Am Vorderen Lahngang See
Am Vorderen Lahngang See
In der Elmgrube
In der Elmgrube

Auch wenn man sich in vergleichsweise geringen Höhen bewegt – der höchste Punkt der Wanderung lag auf gut 2000 Metern über Meer – ist die Landschaft in diesem Gebirge dank des felsigen Charakters sehr hochalpin ausgeprägt. Man geniesst ausserdem an vielen Stellen hervorragende Ausblicke in die umliegenden Gebirge und in Richtung Dachstein. Nach der Elmgrube waren nochmals gut 400 Höhenmeter zu überwinden, bis wir am Wendepunkt angelangt waren und bei warmem Herbstlicht wieder in Richtung Gößl wanderten, vorbei am aus dieser Warte recht unspektakulären Salzofen. Dafür waren wie gesagt die Ausblicke herrlich.

Abendlicht am Salzofen
Abendlicht am Salzofen
Steinernes Meer
Diese Landschaft verdient den Namen Steinernes Meer wirklich

Nach einer Phase des eher gemächlichen Abstiegs durch das Längtal gelangt man zur Alm Aibl, von wo aus dann noch die restlichen 1000 Höhenmeter Abstieg hinunter an den Grundlsee fällig werden. Dort bewegt man sich die meiste Zeit im Wald, was uns aber insofern keine Rolle mehr spielte, da wir zu diesem Zeitpunkt schon im Halbdunkel unterwegs waren 🙂 …

Ausblicke auf imposante Felsengipfel
Ausblicke auf imposante Felsengipfel

Es war aufgrund der Höhendifferenzen eine wirklich anstrengende, aber lohnende Wanderung. Wer sich diese Monsterwanderung nicht zutraut, der findet im Ausseer Land zahlreiche andere Möglichkeiten, die wirklich schöne und – vor allem im Talgrund um die Seen oftmals liebliche – Landschaft wandernd zu erforschen.

Die Alm Aibl
Letzter Punkt vor dem Abstieg: Die Alm Aibl
  • Ausgangs- und Endpunkt: Gößl am Grundlsee
  • Zeitbedarf: Die reine Wanderzeit für die Runde beträgt ca. acht Stunden
  • Höhendifferenz: je ca. 1’300 Meter Auf- und Abstieg
  • Verpflegungsmöglichkeiten: Restaurants und Hotels in Gößl, unterwegs keine
  • Karte: freitag&berndt WK 281 „Dachstein – Ausseer Land“ 1:50’000

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