Während ich im ersten Teil dieses Artikels auf einige generelle Aspekte Korsikas eingegangen bin und die Gegend um den Golf von Porto vorgestellt habe, widme ich mich in diesem zweiten Teil verschiedenen interessanten Spots im Zentrum und im Südwesten der Insel.

Auf der Passhöhe des Col de la Bavella
Auf der Passhöhe des Col de Bavella

Enge Pass-Strasse am Col de la Bavella
Enge Pass-Strasse am Col de la Bavella

Der Pass auf Korsika, der es mir am meisten angetan hat, ist der Col de Bavella. Diese Pass-Strasse, die durch den Regionalen Naturpark Korsika führt, gilt als eine der landschaftlich schönsten Routen auf der Insel. Meiner Meinung nach lässt sich das natürlich nur erleben, wenn man das Auto unterwegs verlässt und sich zu Fuss auf den Weg macht. So findet sich beispielsweise auf der Passhöhe eine wildromantische Landschaft, die von den spitzen Felszinnen der Aguilles de Bavella und einer hochalpinen Vegetation mit vielen knorrigen Kiefern geprägt ist. Die Anfahrt von Westen her führt durch die sehr einsame, waldige Landschaft des Alta Rocca – bevor einmal mehr enge und kurvige Strassen sich zum Pass hinauf winden.

Der Col de Vizzavona im Frühlingskleid
Der Col de Vizzavona im Frühlingskleid
Bergbach am Col de Vizzavona
Bergbach am Col de Vizzavona

Wirklich fast genau im Zentrum der Insel liegt der Col de Vizzavona, über den die Strasse N193 führt, auf der man Korsika relativ bequem durchqueren kann. Auch hier ist man im April unter Umständen noch von schneebedeckten Gipfeln umgeben. Was mir an diesem Pass besonders gefiel, war der fantastische Rundumblick von der Passhöhe, teilweise bis zu den Küsten der Insel – etwas, was man auf dem Col de Bavella und dem Col de Vergio nicht geniessen kann. Noch etwas weiter nördlich im zentralen Gebirge locken der höchste Gipfel Korsikas, der Monte Cinto und der zu seinen Füssen liegende Stausee Lac de Calacuccia den Liebhaber wilder Berglandschaften.

Landschaft bei Calacuccia
Landschaft bei Calacuccia
Calacuccia am gleichnamigen Stausee
Calacuccia am gleichnamigen Stausee
Am Capu di Muru
Am Capu di Muru

Der mit Abstand markanteste und für meine Begriffe beeindruckendste Punkt der Reise aber war wieder ein Platz am Meer: das Capu di Muru. Dieses Kap liegt im Südwesten, in der Nähe der Stadt Propriano. Es ist aufgrund der dichten Macchia zu Fuss etwas schwer zugänglich, aber die Anstrengung lohnt sich für den Fotografen auf alle Fälle. Die Küste entlang dieses Kaps ist geprägt von bizarren Felsformationen, die mit ihren vielfältigen Formen die unterschiedlichsten Assoziationen hervorrufen und die mit ihrem rötlichen Ton erst noch hervorragend mit dem Blau des Meerwassers kontrastieren. Ich werde diesem Kap in Kürze noch einen separaten Artikel widmen.

Bizarre Felsformationen am Capu di Muru
Bizarre Felsformationen am Capu di Muru
Nur noch Fels und Meer...
Nur noch Fels und Meer…
Landschaft bei Mezzavia nahe Ajaccio
Landschaft bei Mezzavia nahe Ajaccio

Nach all diesen Entdeckungen war meine Woche auch schon wieder vorbei. Den äussersten Norden mit dem Cap Corse und Bastia, die ganze Ostküste und den Süden mit Bonfacio schaffte ich nicht auch noch zu besuchen – das wäre in heillosen Stress ausgeartet 🙂 … Aber es ist ja schön, dass Korsika noch genug für eine zweite Reise bietet.

Fluss bei Tiuccia nördlich von Ajaccio
Fluss bei Tiuccia nördlich von Ajaccio

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