Ein Arbeiter in einer Glaserei
Ein Arbeiter in einer Glaserei

Es ist unglaublich, wie erlebnisreich die dreiwöchige Reise nach Venedig, Kroatien und Slowenien gewesen ist. Und obwohl ich bereits sieben (!) Beiträge zu diesem Thema hier auf dem Blog veröffentlicht habe, gibt es immer noch Aspekte, die ich noch nicht gezeigt habe… An einem der ersten Tage in Venedig beispielsweise besuchten wir eines der bemerkenswertesten Quartiere der Stadt – die Insel Murano.

Murano ist den meisten Venedig-Kennern wahrscheinlich ein Begriff wegen seiner berühmten Glas-Manufakturen. In der Tat ist es so, dass die gesamte Glasindustrie nach einigen verheerenden Bränden im Stadtkern, wo viele der Manufakturen früher gewesen waren, 1291 auf diese Insel zwangsumgesiedelt wurde. Die meisten Besucher kommen denn auch hierher, um in den zahlreichen Läden nach Glasprodukten Ausschau zu halten oder sich eine der Glasbläsereien anzuschauen, was sich auch durchaus lohnt. Aber Murano bietet noch wesentlich mehr. Für mich war es fast ein wenig wie Venedig im Kleinformat. Natürlich fehlen die grossen Kirchen und Palazzi, aber auch hier reihen sich die Häuser in pittoresker Weise entlang der Kanäle.

An der Fondamenta dei Vetrai im Zentrum Muranos
An der Fondamenta dei Vetrai im Zentrum Muranos

Mir schien auch, dass sich in Murano nicht ganz so viele Leute tummeln wie im Stadtkern von Venedig. Zumindest wenn man sich von der Anlegestelle „Colonna“ des Vaporetto und den umliegenden Glasereien entfernt und sich ins Innere der Insel bewegt, findet man noch ganz gemütliche Plätzchen, die man fast nur mit den Einheimischen teilt. Auch geizt Murano nicht mit gemütlichen Restaurants am Wasser, und von all den Kirchen, die wir in Venedig gesehen haben, gefiel mir die Chiesa Santa Maria e San Donato zumindest von der äusseren Erscheinung her fast am besten.

Die Basilica di Santa Maria e San Donato mit dem freistehenden Campanile
Die Basilica di Santa Maria e San Donato mit dem freistehenden Campanile

Von mir aus gesehen lohnt es sich auf alle Fälle, Murano einen Besuch abzustatten, wenn man schon in Venedig ist. Mit dem regelmässig verkehrenden Vaporetto ist es nur ein Katzensprung, und wenn man ein bisschen Zeit investiert, entdeckt man hier durchaus auch Orte der Ruhe…

An der Fondamenta Sebastiano Santi
Je weiter man sich von den Glasereien entfernt, desto ruhiger wird es – hier an der Fondamenta Sebastiano Santi

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