In der Bucht von Port Goulom
In der Bucht von Port Goulom

Die Bretagne gilt ja – wie allgemein die keltischen Gebiete am Ärmelkanal und nördlich davon – als eine Gegend, in der man eher mit Regen rechnen muss als an anderen Orten in Europa 🙂 … Gleichzeitig gibt es in diesen Gegenden einige sehr faszinierende Küstenabschnitte und Landschaften zu entdecken. Befindet man sich hier also in einem Dilemma, vor allem als Fotograf? Nun, darüber muss sich jeder Fotograf natürlich selber ein Urteil bilden. Die meisten von uns wissen ja, dass sich auch bei schlechtem Wetter hervorragend fotografieren lässt. Ausserdem würde sich wohl niemand durch den Umstand, dass die Regenwahrscheinlichkeit höher ist als in anderen Weltgegenden, von einer Reise in diese schönen Regionen abhalten lassen.

Farbspektakel bei Port Bara
Farbspektakel bei Port Bara
Küste an der Pointe du Percho
Küste an der Pointe du Percho

Nun kommt noch dazu, dass ich zu diesem Thema nicht einmal als Experte durchgehe 🙂 … Denn bisher hatte ich in der Bretagne jedes Mal riesiges Glück mit dem Wetter. Insbesondere auf der letzten Reise im Jahr 2013, wo im Juli Temperaturen um die 30°C herrschten. Das konnte sogar schon fast wieder unangenehm werden, zumal während vielen Tagen an der Küste nicht einmal mehr ein Lüftchen ging. Aber eben, Klagen deswegen währen hier völlig fehl am Platz.

Abends in Port Goulom
Abends in Port Goulom
Die Megalithanlage Alignements de Kermario
Die Megalithanlage Alignements de Kermario

Eine der Stationen auf dieser Reise durch die Bretagne war das Departement Morbihan, oder genauer gesagt die Halbinsel Quiberon. Die Küste dieser Halbinsel hört auf den Namen „Côte Sauvage“. Diesen verdankt sie der starken Brandung, die dort oftmals herrscht und deretwegen das Baden in ihren Buchten eigentlich verboten ist. Allerdings schien es mir, dass sich nicht wirklich viele der Besucher an dieses Badeverbot halten. Für mich selber ist Baden kein Thema, viel lieber liege ich einfach einmal einen Nachmittag lang mit einem Buch am Strand und geniesse die Sonne – oder bin am Entdecken und natürlich Fotografieren.

Strand und Felsentor von Port Blanc
Strand und Felsentor von Port Blanc
Süssigkeiten-Laden an der Promenade von Quiberon
Süssigkeiten-Laden an der Promenade von Quiberon
Gasse in Saint-Colomban
Gasse in Saint-Colomban

Und Motive gibt es an diesem Küstenabschnitt wirklich genug! Zwar ist die Landschaft in der gesamten Bretagne eher unspektakulär, ohne grosse Hügel. Aber die vielfältigen Küstenstreifen haben es wirklich in sich! So auch hier an der „Wilden Küste“, wo unzählige Buchten, Klippen und versteckte Strände locken und wo sich aufgrund der Lage gegen Westen wunderbare Abende mit Sonnenuntergängen erleben lassen (diesem Aspekt habe ich sogar schon einen eigenen Artikel gewidmet). Und auch der grösste Ort auf der Halbinsel, Quiberon, lädt mit seinen lebhaften Plätzen und der unendlich langen Strandpromenade zum Geniessen ein.

Sonnenuntergang am Strand von Port Bara
Sonnenuntergang am Strand von Port Bara

Auf dem Weg zur Halbinsel Quiberon lohnt es sich übrigens, einen Abstecher nach Saint-Cado zu machen. Diese kleine, pittorekse, auf einer Insel in der breiten Flussmündung des Etel gelegenen Siedlung ist zwar ziemlich bekannt. Dennoch war es dort während meines Besuches erstaunlich ruhig – und der Ort bietet unzählige typische Bilderbuch-Motive. Dort begegnet dem Besucher, so scheint mir, ein wirklich noch ursprüngliches Stück Bretagne…

Die Île de Saint-Cado
Die Île de Saint-Cado
Inselchen bei Saint-Cado
Inselchen bei Saint-Cado

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