Fotoausstellung in Zofingen

Die Fotoausstellung 2015 des AARSO Fotoklubs Zofingen
Die Fotoausstellung 2015 des AARSO Fotoklubs Zofingen

Alle zwei Jahre im Januar führt der AARSO Fotoklub Zofingen eine Fotoausstellung durch. Gegenstand der Ausstellung sind eine Vielfalt an aktuelleren Fotografien der Klubmitglieder sowie die sogenannten Tableaus. Unter einem Tableau wird in diesem Zusammenhang ein 70x100cm grosses, hochformatiges Bild verstanden, das ein bestimmtes Raster enthält. Das Raster ist für alle Ausstellenden gleich, und die Herausforderung besteht darin, dieses Raster mit mehreren Bildern zu füllen, so dass daraus ein attraktives, gut wirkendes Ganzes entsteht. Unter den Tableaus werden jeweils durch die Besucher der Ausstellung die drei besten gewählt, wobei unter den teilnehmenden BesucherInnen ein Preis verlost wird.

Im Januar 2015 ist es nun wieder soweit – wobei diese Ausgabe der Ausstellung sogar noch eine besondere ist, da der AARSO Fotoklub im Jahr 2014 sein 40jähriges Bestehen feiert. Die Ausstellung im Alten Schützenhaus in Zofingen ist vom 17. – 25.01.2015 offen, die Vernissage findet am Freitag, 16.01.2015 um 20:00 Uhr statt. Für mehr Informationen wie Anreise oder Öffnungszeiten einfach auf das Bild oben klicken :-)

Interaktion Mensch – Grafitti

Graffiti üben schon seit jeher eine grosse Faszination auf mich aus. Wenn ich einmal ausser Acht lasse, dass viele davon illegal an Orten angebracht werden, wo sie nicht erwünscht sind und darum als Sachbeschädigung zu taxieren sind, empfinde ich sie vom ästethischen Standpunkt her oftmals als wirklich schön, sogar als echte Kunstwerke. Offenbar hat man das auch andernorts erkannt :-) so dass es heute an vielen Orten auch völlig legal, quasi auf Bestellung angebrachte Graffiti zu bestaunen gibt.

Radfahrer vor Graffiti am Schiffbau
Achtlos fährt der Radfahrer an der singenden Frau vorbei, obwohl sich diese so eine Mühe gibt…

Für meinen Geschmack eignen sich diese Kunstwerke, sofern sie gut gemacht sind, auch hervorragend als Fotosujets. Damit meine ich nicht das einfache Abknipsen der Bilder, denn damit ist ja noch keine wirkliche Eigenleistung des Fotografen verbunden. Nein, vielmehr geht es darum, sie entweder effektvoll und die Bildaussage oder die Szene unterstützend als Hintergrund z.B. für ein Portrait- oder People-Shooting einzusetzen, wie ich das bei anderen schon gesehen habe. Oder man setzt sie in einen bestimmten Kontext, so dass im besten Fall eine unterhaltsame Geschichte dabei entsteht.

Graffiti am Schiffbau
Eine zweite Szene am Schiffbau in Zürich
Graffiti am Schiffbau
Ahnt der junge Mann, welche Gefahr hinter ihm lauert?

Letzteres versuche ich oftmals, wenn ich irgendwo Graffiti entdecke, die mir gefallen, indem ich eine scheinbare Interaktion zwischen vorbeigehenden Menschen und dem Gemälde an der Wand herzustellen versuche, möglichst ohne dass die Protagonisten etwas davon bemerken. Manchmal entstehen dadurch witzige, interessante oder sogar provokative Szenen, hervorgerufen durch die Gegensätze zwischen Bild und Mensch oder durch den Beitrag, den die Menschen unbewusst zur Szene leisten. Die ersten beiden Fotos entstanden schon vor längerer Zeit beim Schiffbau in Zürich, dessen Ostfassade eine riesige Graffiti-Wand ist. Man sieht sicher, dass das die ersten Gehversuche in dieser Art waren :-) Beim vorbeifahrenden Radfahrer ist die Interaktion relativ beschränkt, ich fand trotzdem, das Bild sieht gut aus. Das zweite Bild lebt einerseits von der Tasche in Pink, die aus den restlichen Farben heraussticht, als auch vom spontanen Blick der Frau zum eher tristen Motiv an der Wand. Bei diesen Bildern zeigen sich gleichzeitig aber auch die fotografischen Schwierigkeiten solcher Motive. Aus der Distanz aufgenommen und bei nicht allzuviel vorhandenem Licht ergeben sich Probleme mit der Schärfe. Während die Bewegungsunschärfe beim Radfahrer natürlich unvermeidbar und gewollt ist, reut es mich beim zweiten Bild, dass die Frau nicht knackscharf abgebildet ist. Wahrscheinlich kommen hier beide genannten Effekte zusammen: Bewegung und enge Schärfentiefe.

Graffiti beim EWZ Unterwerk Selnau
Wehe dem, der den Zorn dieses Fisches auf sich zieht!…
Menschen fotografieren Graffiti am Schiffbau
Offenbar finden auch andere diese Gemälde attraktiv zum fotografieren…

Am vierten Bild habe ich hingegen besonders Freude, auch wenn es sicher ebenfalls nicht perfekt ist. Erstens ist es technisch in Ordnung, und zweitens finde ich die Szene zum Schmunzeln. Lange stand ich an diesem Ort beim EWZ Unterwerk Selnau und versuchte die verschiedensten Menschen einzufangen, wie sie ahnungslos vom zornigen Fisch “angeblubbt” wurden. Am besten gefiel mir unter den unzähligen Fotos das mit der Radfahrerin. Schon wenige Wochen später war es nicht mehr möglich, so ein Foto zu machen, da der Fisch von den Besitzern des Gebäudes weggeputzt worden war. Dieses Bild verzeichnete übrigens einige Annahmen bei internationalen Wettbewerben und wurde auch bei PHOTO SUISSE prämiert.

Zum Schluss möchte ich noch eine schöne Serie zeigen, die vor ein paar Tagen ebenfalls in Zürich entstanden ist. Bei der Busfahrt vom Bahnhof Oerlikon zur ETH Hönggerberg entdeckte ich diese Graffiti-Wände und stieg auf der Rückfahrt in ihrer Nähe aus. Es brauchte einige Geduld, Personen, Motor- und Fahrräder mit den Figuren auf ein Bild zu bekommen, da diese Strasse am Sonntag nicht gerade sehr belebt ist. Ausserdem zeigt sich an den Bildern, dass es auch nicht immer einfach ist, den richtigen Moment zu erwischen, vor allem wenn auf der Strasse noch Verkehr herrscht… Aber ich denke, es sind mir einige schöne Schnappschüsse gelungen, die meinen Vorstellungen zum Thema sehr nahe kommen. Und diesem Thema werde ich mich in Zukunft sicher noch mehr widmen…

Graffiti an der Binzmühlestrasse
Born to be wild! an der Binzmühlestrasse in Oerlikon
Graffiti an der Binzmühlestrasse in Oerlikon
“…but what does it mean?!?” Ob der Mann die Antwort kennt?
Graffiti an der Binzmühlestrasse in Oerlikon
Alles easy oder was?…

 

Der Etang de la Gruère im Herbstkleid

Am Etang de la Gruère

Im Dezember 2013 hatte ich das Glück, den Etang de la Gruère einmal an einem strahlenden Morgen im frischen Winterkleid anzutreffen. Die Fotos von diesem Morgen habe ich in einem früheren Artikel publiziert. Nun möchte ich euch hier noch einige wenige von einem weiteren Besuch von Anfang November 2014 zeigen. auch an diesem Tag ziegte sich der Weiher von seiner schönsten Seite – auch wenn es schon relativ spät im Herbst war und grosse Teile des Ufers die meiste Zeit im Schatten lagen.

Ich wünsche wie immer viel Spass beim Betrachten der Fotos – und vielleicht verirrt sich ja der/die eine oder andere unter euch auch einmal an diesen zauberhaften Ort. Es würde mich freuen, dann etwas von euch zu hören oder zu sehen :-)

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